Ladies and gentlemen, may I introduce to you: Archie.

Oder, wenn Sie es ganz genau nehmen: The Right Honourable James Archibald Stuart-Wortley.

Eine kleine Geschichte aus dem Jahre 1820

Wir schreiben das Jahr 1820. Yorkshire, England. Unweit von Sheffield lebt James Archibald Stuart-Wortley-Mackenzie in seinem Landsitz Wortley Hall. Ein Aristokrat, Landbesitzer und später der erste Lord Wharncliffe.

Die Tage sind geprägt von ausgedehnten Spaziergängen, Jagdausflügen durch alte Wälder und den kleinen Ritualen des englischen Landlebens. An seiner Seite: ein Wildhüter, der für die praktischen Dinge zuständig ist. Dazu gehört selbstverständlich auch ein kleines, handliches Messer.

Ein Messer für die feinen Arbeiten unterwegs, für das Versorgen von Kleinwild und für Aufgaben, bei denen Präzision wichtig ist.

Ob dieser Wildhüter bereits ein Ettrick-Messer besaß oder ob das Design auf Lord Wharncliffe zurückzuführen ist, ist historisch nicht zweifelsfrei geklärt. Die genaue Herkunft bleibt ein wenig im englischen Nebel der Geschichte verborgen.

Was wir jedoch wissen: Das Wharncliffe, wie es von nun an genannt wurde, besitzt eine unverwechselbare Silhouette. Einen filigranen, geschwungenen Griff und eine vergleichsweise kurze, kräftige Klinge mit gerader Schneide. Eine Form, die sich für kontrollierte Schnitte und feine Arbeiten anbietet.

Lord Wharncliffe hatte gute Verbindungen zur Messerschmiede Joseph Rodgers & Sons und machte deren Besitzer mit König George IV. bekannt. Joseph Rodgers wurde bald darauf königlicher Hoflieferant, und Lord Wharncliffes bevorzugte Klingenform wurde in den mehrteiligen Herrenmessern verbaut.

Archie bevorzugt das ruhige Leben am Schreibtisch, in der Westentasche oder im guten Restaurant. Er schätzt gepflegte Gesellschaft, schöne Materialien und Menschen, die den Unterschied zwischen einem Werkzeug und einem besonderen Gegenstand zu würdigen wissen.

Batoning? Dafür hat der Wildhüter eine Axt.

Kutschentüren aufhebeln? Ein Gedanke, der ihm vermutlich die Laune verderben würde.

Hackarbeiten? Er würde höflich darauf hinweisen, dass es für alles das passende Werkzeug gibt. Und dass man sich mit der Wahl desselben durchaus auch ein wenig Mühe geben darf.

Archie hat nichts gegen praktische Aufgaben. Er ist lediglich der Meinung, dass man sie mit Stil erledigen sollte.

Ein Gentleman für alle Fälle.

Eine Dame entdeckt einen losen Faden an ihrem Kleid.

Archie ist selbstverständlich diskret zur Stelle.

Am Nebentisch kämpft derweil ein gewöhnliches Tafelmesser hoffnungslos mit einem zarten Wagyu-Steak.

Archie bietet seine Hilfe an.

Am Nebentisch scheint eine spontane Operation am offenen Herzen unausweichlich.

Archie betrachtet die Situation, bleibt vollkommen gelassen, lächelt höflich und begiebt sich in die Hände des zufällig anwesenden Chirugen.

Ein Gentleman eben.

Seine 65mm Klinge, aus rostfreiem Balbach-Damast gefertigt, das ganze Messer als Interframe-Bauweise mit einer Einlage aus Elfenbein.

Er passt auf einen Schreibtisch ebenso wie in eine Westentasche. Er begleitet ein gutes Essen, hilft bei kleinen Aufgaben des Alltags.

Dieses Modell werde ich in Zukunft auch in N690Co herstellen, denkbar sind Einlagen aus Mammut Elfenbein, Perlmutt, Sambar..